Wo steht das Recruiting in Deutschland in 2026?
Es ist klingt fast schon ein wenig absurd. Doch wer beruflich mit der Gewinnung neuer Mitarbeitender zu tun hat, bekommt es oft am eigenen Leib zu spüren.
Ja, irgendwie hat sich das Kräfteverhältnis zu einem Arbeitgebermarkt gedreht. Und gleichzeitig sitzen dennoch oftmals die Kandidaten am längeren Hebel, was für einen Bewerbermarkt spricht. Ein Widerspruch - denn man kannte bislang eher das Eine oder das Andere. Aber einen Arbeitsmarkt, der je nach Branche, Region und Qualifikation teilweise binnen kürzester Zeit vom einen Extrem in in das andere Extrem kippt, haben die meisten Recruiter:innen so wahrscheinlich noch nicht erlebt. Das Verrückte daran? Oft kippt das Kräfteverhältnis sogar innerhalb kürzester Zeit.
Diese seltsame Gemengelage setzt natürlich auch das Recruiting unter Druck und Unternehmen sind permanent gefordert, sich auf diese eigenartige Dynamik am Arbeitsmarkt einzustellen. Doch sind sie überhaupt reif dafür?
Wie reif ist das Recruiting in 2026?
Ich selbst habe auf die Frage nach dem Reifegrad ehrlicherweise keine Antwort. Dafür kann mein HR-Freund Michael Witt von Lebenswelt Recruiting das Thema richtig gut einschätzen und mit aktuellen Zahlen unterfüttern - sowohl allgemein in Form der Recruiting Reifegradstudie 2026 als auch >>individuell* für einzelne Organisationen
Seit ich Michael in gemeinsamen Projekten vor über 10 Jahren kennenlernen durfte, gab es vermutlich kein Gespräch, in dem er nicht wieder eine total spannende Idee ausgeheckt hat.
Anfangs noch operativ auf Kundenseite mit Dingen wie einem Wimmelbus, der Storytelling Ansätze auf einen fahrbaren Untersatz gebracht hat oder ein E-Book auf Amazon als Employer Branding-Instrument zur Ansprache gewerblich-technischer Zielgruppen. Weitere Highlights die auf Michis "Mist" zumindest mitgewachsen sind, sind definitiv "einzig wahre" Recruiterslam oder auch die HR-Tec Nights mit Robindro.
Aber worauf ich eigentlich hinaus möchte - Meister Witt zählt seit Jahren zu den absoluten Vordenkern in der deutschen Recruiting-Szene und hat u.a. gemeinsam mit Robindro Ullah ein echtes Standardwerk für zeitgemäßes Recruiting geschrieben "Praxishandbuch Recruiting*" oder mit seinem Recruiting Lebenswelt Modell ein ganzes Oranisationsmodell für das Recruiting ausgearbeitet.
Kurz gesagt: wenn der Typ etwas über Recruiting erzählt, weiß er wirklich von was er spricht!
Die Reifegradstudie 2026
Gemeinsam mit emplify hat Michael erst kürzlich eine repräsentative Studie darüber herausgebracht, wie die Unternehmen hierzulande in puncto Recruiting aufgestellt sind.

Die Reifegradstudie fußt dabei auf insgesamt n=722 teilnehmenden Unternehmen aus allen Größenklassen und Branchen.
- weniger als 49 Mitarbeiter: 22%
- weniger als 250 Mitarbeiter: 41%
- 250 bis 999 Mitarbeitende: 27%
- 1.000 bis 4.999 Mitarbeitende: 16%
- über 5.000 Mitarbeitende: 16%
Warum ich das so herausstelle? Ganz einfach. Weil es aufzeigt, dass eigentlich alle Unternehmensgrößen (aber auch Branchen) in der Reifegradstudie 2026 berücksichtigt wurden, von denen auszugehen ist, dass die Gewinnung neuer Mitarbeitender für sie ein relevantes Thema ist.
Folgende Erkenntnisse lassen sich zusammenfassen:
- Stagnation auf mittlerem Niveau: Recruiting-Organisationen haben sich zwar grundlegend professionalisiert, schaffen jedoch selten den Sprung zu echter Recruiting Excellence
- Operativer Rückgang: Während in der ersten Reifegrad-Erhebung (2024) der durchschnittliche Reifegrad im operativen Recruiting noch mit 3,5 bewertet wurde, ist er 2026 merklich auf 2,6 zurückgefallen. Hauptgrund hierfür ist die hohe Bewerbungslast (Stichwort: „Bewerbungs-Tsunami“), unter der Candidate Experience und Auswahlqualität leiden
Die komplette Studie erhältst du >>hier. In ihr findest du einen sehr spannenden Überblick darüber, wie Unternehmen in Deutschland in Bezug auf ihr Recruiting aufgestellt sind. Das kann dir eine erste Orientierung geben. Und damit die Möglichkeit herauszufinden, wie weit ihr selbst im Recruiting seid und wo es vielleicht noch nachzubessern gilt.
Aber wie reif ist "dein" Recruiting?
Wer genau das herausfinden möchte, kann sich einmal mit dem individuellen Recruiting Excellence Report auseinandersetzen. Dieser liefert aussagekräftige Benchmarks und individuelle Handlungshinweise für das eigene Recruiting und taugt als Standortbestimmung für die eigene Recruiting Organisation.
Der Recruiting Excellence Report beantwortet dir dabei unter anderem Fragen wie:
- Wo stehen wir organisatorisch, strategisch sowie operativ –und wie reif ist unser Recruiting wirklich?
- Wie ordnen wir uns im Vergleich zu anderen Recruiting-Organisationen ein?
- Wo sind unsere konkreten Handlungsoptionen und wie sehen hier mögliche Schritte aus?
Und das Beste daran? Euer individueller Reifegrad wird dabei in fünf Dimensionen analysiert und mit Daten aus der Reifegradstudie 2026 verglichen, sodass ihr ziemlich genau wisst, wo ihr bereits richtig gut seid und an welchen Stellschrauben ihr noch drehen müsst, um Exzellenz zu erreichen - und letztlich erfolgreich seid.