Es ist locker 10 Jahre her...

In diesem Artikel gebe ich dir eine Reihe von Impulsen für deine bezahlten Werbeanzeigen in Suchmaschinen im Kontext Recruiting- und Personalmarketing.

Es ist locker 10 Jahre her...
Photo by Firmbee.com / Unsplash

Wie lange genau, kann ich dir gar nicht sagen...

Irgendwann in der zweiten Hälfte der 2010er Jahre hatte ich einen Call mit dem damaligen Leiter Online Marketing eines großen Autovermieters. Da Werbung auf Social Media seinerzeit noch in den Kinderschuhen steckte, ging es wohl vor allem um das Thema Suchmaschinenmarketing.

Auch wenn es damals zu keiner Zusammenarbeit kam, habe ich in den letzten Jahren immer wieder an einen Aspekt dieses Gesprächs gedacht. Konkret daran, wie granular und ausdifferenziert das Unternehmen seine Suchmaschinen-Kampagnen via Google Ads schon damals aufsetzen musste.

Klar, die Insights aus dem Gespräch bezogen sich nicht auf den Einsatz von Suchmaschinenmarketing innerhalb der HR, d.h. Suchmaschinenanzeigen für Personalmarketing und Recruiting. Dennoch lassen sich bestimmte Annahmen und Strukturen auch auf die Kandidatenansprache via Google oder Bing adaptieren und weiterdenken.


Kampagnenstruktur und Geotargeting:

Lokale Relevanz:

Für jedes Zielland und jede größere Stadt nutzte der Anbieter in Google Ads separate Kampagnen (z.B. "Autovermietung Mallorca" vs. "Car Rental New York"). Aufgrund der Tatsache, dass Kund:innen bei dem Unternehmen in circa 100 Ländern und an noch weitaus mehr Standorten weltweit ihre Fahrzeug mieten können, entsteht dadurch eine enorme Komplexität in Bezug auf Aufbau, Steuerung und Optimierung von Kampagnen & Anzeigengruppen.

Sprachliche Relevanz:

Noch herausfordernder wird das Setting dadurch, dass neben der Reise-Richtung potenzieller Mietwagenkund:innen auch sprachliche Aspekte eine Rolle spielen. Da wir Menschen bekanntlich Gewohnheitstiere sind, googlen wir ja auch im Ausland oft in unserer eigenen Muttersprache nach z.B. einer Autovermietung und wechseln für die Recherche nicht automatisch in die Landessprache unseres "Urlaubsorts". Auch dieser Faktor sollte (für den Mietwagenanbieter) dringend berücksichtigt werden, um das größtmögliche Potenzial zu erschließen.

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Es ist davon auszugehen, dass auch hierzulande nicht alle potenziellen Bewerber:innen auf Deutsch nach einem neuen Job oder Arbeitgeber suchen. Das Schalten von Kampagnen in anderen Sprachen könnte daher eine sinnvolle Ergänzung sein, um bestimmte Kandidatenzielgruppen in der Suchmaschine Google zu erreichen. Und diese womöglich sogar (positiv) zu überraschen.

Fokus-Regionen:

Um den Stellenwert wichtiger Verkehrs- und Transport-Knotenpunkte in den Kampagnen zu honorieren, hatte der Autovermieter auch eigenständige Kampagnen rund um z.B. Flughäfen und Bahnhöfe eingerichtet, bzw. bestehende Kampagnen teilweise auch bewusst um Keyword-Kombinationen mit Begriffen wie Flughafen, (Haupt-)Bahnhof, etc. erweitert. Denn letztlich versprechen genau diese Knotenpunkte besonders hohe Conversion-Raten.

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Als Fokus-Regionen in Recruiting-Kampagnen bieten sich hingegen ein realistisches Einzugsgebiet um den Arbeitsort (bei Vor-Ort-Tätigkeiten) sowie Ballungsgebiete oder Städte mit besonders relevanten Ausbildungseinrichtungen, Hochschulen oder Universitäten an.

Keyword-Strategie und Suchintention:

Die passenden Suchbegriffe für eine Kampagne zu identifizieren, ist bereits bei weniger umkämpften Themen als der Autovermietung oft schon eine Kunst für sich.

Doch gerade bei stark ausgeprägtem Wettbewerb um die richtigen Klicks, ergibt es umso mehr Sinn, die Keyword-Welten anhand des User-Intents zu klassifizieren. Auf einige Ansätze dazu gehe ich im restlichen Artikel für meine HR-Freunde ein. Falls du dich noch nicht kostenlos zur HR-Freunde-Community registriert hast, endet der Artikel an dieser Stelle für dich 😉 Mich würde es natürlich freuen, wenn du weiter lesen magst und mir deine E-Mail 💌da lässt...

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