Collaborative Posts - it's the next Episode
Die Collaboration Posts auf LinkedIn sind da. Ich konnte zwar noch immer keinen schreiben aber dafür schreibe ich jetzt einfach etwas darüber.
Es ist ja ein offenes Geheimnis, dass ich mich regelmäßig auf LinkedIn tummele und dort irgendwelche komischen Personalmarketing-Sachen poste, die außer mir niemand versteht. Und dennoch muss auch ich als vermeintlicher Heavy User der Plattform regelmäßig auf neue Features warten, die eigentlich längst im Rollout sind. Die Möglichkeit, Beiträge als vermeintlichen AI-Slop zu melden, kam bei mir immerhin knapp eine Woche, nachdem ich die ersten Beiträge dazu aus meinem Netzwerk gelesen habe.
Worauf ich Stand heute aber noch immer warte, sind die sogenannten LinkedIn Collaborative Post. Da in diesen eine echt spannende Spielwiese für meine HR-Freunde steckt, soll dir dieser Blogbeitrag ein paar Ideen für LinkedIn-Collaboration Posts in eurer HR-Kommunikation an die Hand geben.
Was sind LinkedIn Collaborative Posts?
Bei den sogenannten Collaborative Posts handelt es sich um noch sehr neues ein Beitragsformat, das es dir ermöglicht, mit bis zu fünf Profilen exakt einen gemeinsamen Beitrag zu veröffentlichen. Der Clue daran ist, dass dieser Beitrag als "Gemeinschaftswerk" dann simultan über alle beitragenden Profile veröffentlicht wird und somit auf einen Schlag ein deutlich größeres Netzwerk erreicht. Oder zumindest erreichen könnte.
Wer kann einen LinkedIn Collaborative Post verfassen?
Collaborative Posts sind auf bis zu 5 Co-Autoren begrenzt, d.h. es gibt immer einen Ersteller und bis zu 4 weitere Mitwirkende, die zu diesem Beitrag eingeladen werden können. Die eingeladene Person muss der Einladung zur Co-Autorenschaft aktiv zustimmen, bevor sie über dem Beitrag angezeigt wird. Der Ersteller des Beitrags hat meines Wissens nach jedoch als einzige Person die Möglichkeit, den Beitrag zu bearbeiten und Mitwirkende zu verwalten.
Welche Formate werden von LinkedIn Collaborative Posts unterstützt?
Nahezu alle - denn aktuell ist die Funktion verfügbar für
- Textbeiträge
- Bilder
- Videos
- Document Posts
- Links
- Events
- & Umfragen
Für Artikel oder Stellenanzeigen scheint das hingegen bislang nicht der Fall zu sein.
In a Nutshell.
- LinkedIn Collaborative Posts ermöglichen es bis zu fünf Profilen oder Unternehmensseiten, einen einzigen Beitrag als gemeinsame Autoren zu veröffentlichen.
- Der Post erscheint gleichzeitig in den Feeds aller Beteiligten.
- Likes, Kommentare und Reichweiten werden aus verschiedenen Netzwerken zentral gebündelt.
Es stellt definitiv eine spannende Alternative für das klassische @-"Vertaggen" dar und verspricht noch mehr Sichtbarkeit und Transparenz über echte Partnerschaften.
Und falls dir noch die passenden Freunde oder Kollegen für einen dieser Beiträge fehlen, hilft dir vielleicht der Klassiker "Wie man Freunde gewinnt" von Dale Carnegie ;)
5 Ideen, wie du die Collaborative Posts für dein Personalmarketing & Recruiting nutzen kannst.
Echtes Teamplay
Du suchst gerade einen neuen Kollegen (m/w/d) für eure IT? Warum postest du nicht einfach einen Beitrag zu dem Job - gemeinsam mit dem Hiring Manager und anderen relevanten Teammitgliedern? So erkennt der Kandidat (m/w/d) nicht nur direkt, mit wem er es voraussichtlich im Bewerbungsprozess (und darüber hinaus) zu tun haben wird, sondern ihr erreicht damit auf einen Schlag auch das Netzwerk der IT-Kollegen. Und wir wissen ja alle - die Zielgruppe kennt oft die Zielgruppe ;)
Onboarding- & "Welcome"-Posts
Stell dir einfach mal vor, dein Kandidat ist endlich bei seinem Traumarbeitgeber gelandet (also eurer Company). Und möchte seine Freude laut in die LinkedIn Welt schreien. Was, wenn das nicht nur der neue Mitarbeiter (m/w/d) tut, sondern die neue Führungskraft und eventuell sogar die Company Page mit am Start sind - sie haben ja schließlich einen tollen Fang gemacht ;)

Corporate Influencer & Company Page
Anstatt dass Corporate Influencer mühsam Inhalte aus der Company oder Beiträge der Firmen-Page zusammensuchen müssen, erstellen der Corporate Influencer und die Unternehmensseite den Einblick in den Arbeitsalltag ganz einfach gemeinsam. Das bündelt die organische Reichweite echter Gesichter mit der offiziellen Markenpräsenz.
Projektinsights aus den Fachbereichen
Zwei Fachkräfte haben erfolgreich ein großes Projekt abgeschlossen. Endlich! Denn sie hatten es ja schon nicht mehr für möglich gehalten, da das Team schon ewig nach Unterstützung gesucht hat. Sie verfassen ihre "Lessons Learned" als kollaborativen Beitrag und nehmen den zuständigen Recruiter (und sein/ihr komplettes LinkedIn Netzwerk) sowie den Link zur Stellenanzeige direkt mit auf die Reise in den Feed.
Hochschulmessen & Event-Kooperationen
Bei gemeinsamen Karrieremessen oder Vorlesungen an Universitäten postet die zuständige Person für das Hochschulmarketing ganz einfach gemeinsam mit der Unternehmensseite der Hochschule (oder ggf. Dozenten, Profs und Co) einen Beitrag - sei es als Vorankündigung, was für ein cooles Event bald ansteht oder als euphorischen Rückblick gemeinsam. Unterm Strich würden alle Beteiligten davon profitieren.
Bonus-Tipp:
Unter bestimmten Voraussetzungen lassen sich Collaborative Posts auch mit extra Werbebudget verlängern und in ausgewählte Zielgruppen ausspielen - d.h. auch an Personen, die bislang gar nicht mit dir oder den anderen Beteiligten in Verbindung stehen. So kannst du z.B. in Form einer sogenannten Thought Leader Ads deine Recruiter-Brand in genau der Zielgruppe bekannter machen, in der du gerade Stellen zu besetzen hast. Das setzt jedoch voraus, dass auch deine "Co-Autoren" alle die Bewerbung des Beitrags aktiv bestätigen. Zudem ist es nur für einfache reine Textbeiträge, Bild-Posts und Video-Posts möglich.
Einordnung - man wird ja wohl noch träumen dürfen:
Sicher lassen sind nicht alle der oben genannten Fälle für jedes Unternehmen anwendbar. Schon allein, weil irgendwen die Compliance zwickt. Und bieten die Compliance - huch, Collaborative Posts sehr spannende Möglichkeiten für den Einsatz im HR-Kontext.
A propos träumen dürfen...
Nachdem mir LinkedIn erst letzte Woche vorgeschlagen hat, dem LinkedIn Profil von Snoop Dogg zu folgen, hat der ganz gute Chancen auf einen Collab-Request von mir 😉
Und wenn ich ganz lustig bin, lade ich Dr. Dre vielleicht noch mit dazu ein.
Welche Anwendungsfälle habe ich vergessen? Schreibs gerne in die Kommentare (dazu musst du aber Community Mitglied sein)

